Erlauben Sie mir, mich vorzustellen. Mein Name ist Azucena Forster (-Albites), geboren in Lima, seit Juni 1994 in der Schweiz und seit einiger Zeit auch Bürgerin dieses Landes.
Schon als Teenager interessierte mich der Detailhandel und ich konnte auf den Strassen von Lima einige Erfahrungen sammeln. Offen gestanden war es auch die damalige Wirtschaftslage, die uns junge Leute „motivierte“ kreativ zu sein und sich durchzukämpfen. Also wurde ich auch kreativ und konzentrierte mich auf die Fragen: „was gefällt den Leuten?“ und „was ist heute gefragt?“.
Diese Fragen beschäftigten mich bis über die Grenzen des Landes. Ich reiste nach Ecuador und Kolumbien, wo ich mir, mit meinem eigenen kleinen Kunsthandwerk, meinen Lebensunterhalt finanzierte. Die Reise ging weiter und so kam ich in die Schweiz.
Nach einer langjährigen Tätigkeit im internationalen Einkauf träumte ich davon, selber mit besonderen Produkten zu handeln. Ich musste nicht lange suchen, um zu erkennen, was Ihnen – liebe Besucher/in – gefallen würde. Einer der Reichtümer Perus sind die edlen Rohmaterialien. Mit eigenen Ideen, Design und vor allem mit professionellen jungen Produzenten werde ich meinen Traum wahr werden lassen! Dafür wurde die Forster Trading gegründet.
Aber was wäre Arbeit ohne soziales Engagement? Nehmen und nicht geben? Nein. Sowohl mir wie auch meinem Mann, aber auch unseren Produzenten in Lima, ist das Geben ebenso wichtig. Mein Mann und ich arbeiten im Hilfswerk Misericordia (übersetzt bedeutet das „Barmherzigkeit“) mit. Uns ist es nicht nur wichtig, dass gespendet wird, sondern vor allem, dass die Spenden wirklich da ankommen, wo sie ankommen sollen. Wir waren selber da und somit ist für uns die Transparenz dieses Projektes gewährleistet. Wenn wir jeweils in Lima sind, können wir das auch wieder mit eigenen Augen sehen.
Azucena Forster Besuch von April 2009
Rolf Forster Besuch von Juni 2007. Mahlzeit!
Aber das Engagement unserer Produzenten ist uns ein Anliegen. Da sich Alpakas meist in einer Höhe zwischen 2500 bis 4500 Metern aufhalten, befinden sich auch dort die Werkstätten und so kommen die Bewohner der häufig abgelegenen Dörfer zu Arbeit. Oft sind es Frauen oder ganze Gemeinschaften, die das Weben übernehmen, während sich die Männer um die Bereitstellung und den Transport der Ware kümmern. Trotz Beschäftigung mangelt es vielfach an elementarer Infrastruktur in den Dörfern: Strassen müssen gebaut und unterhalten werden, die Wasser- und Stromversorgung ist nicht immer ausreichend und den Schulen fehlen die notwendigsten Lehrmaterialien. Und nicht zu vergessen die Kälte, unter welcher meistens die Kinder und ältere Menschen leiden. Meine Produzenten erleben dies hautnah und übernehmen Verantwortung, indem sie den Kindern Kleidung, Schulmaterial und Spielsachen ermöglichen. Für mich ist das ein wichtiger Aspekt, denn auch mein geschäftliches Handeln soll nachhaltig sein.